Geldanlage
Bei der Auswahl der richtigen Geldanlage sollte sich ein Investor zunächst über einige wichtige Punkte Gedanken machen. So gilt es zu klären, welcher Betrag angelegt werden soll, wie schnell das angelegte Kapital benötigt wird und welche Rendite erwartet wird. Dabei müssen die jeweiligen Gebühren der unterschiedlichen Geldanlagen beachtet werden, da sie den endgültigen Gewinn entscheidend beeinflussen können.
Auch die Frage nach der Sicherheit der Geldanlage sollte nicht außer Acht gelassen werden.
Die Geldanlage auf einem Sparbuch kann bei einer Aufstellung über verschiedene Geldanlagen vernachlässigt werden, da Sparguthaben derzeit nur mit einem äußerst geringen Zinssatz verzinst werden. Da lohnt schon eher die Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto. Über das Guthaben auf einem Tagesgeldkonto kann täglich verfügt werden und die Verzinsung liegt zurzeit weit über der eines Sparbuches. Dabei ist die Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto über den Einlagensicherungsfonds der Bankenverbände abgesichert, der Anleger hat also kein Verlustrisiko.
Dies gilt ebenfalls für eine Geldanlage als Festgeld, allerdings kann bei einem Festgeld in der Regel erst nach Ablauf einer festen Laufzeit über das Guthaben verfügt werden. Gängige Laufzeiten für Festgelder beginnen bei 30 Tagen und können bis zu 60 Monate andauern. Für die meisten Festgelder gilt allerdings ein Mindestanlagebetrag von 2.500,00 EUR.
Wer auf einen festen Zinsertrag Wert legt, dabei als Anleger aber etwas risikofreudiger ist, für den empfehlen sich festverzinsliche Wertpapiere. Dabei handelt es sich um Anleihen, Pfandbriefe oder Schuldverschreibungen, die von Unternehmen oder auch von Staaten herausgegeben werden. Ja nach Emittent kann es sich entweder um eine sehr sichere Geldanlage (z.B. Bundesschatzbriefe der Bundesrepublik Deutschland) oder auch um risikoreichere Papiere handeln (z.B. um die Anleihe eines Industrieunternehmens oder einer Bank, wobei der der Anleger das Risiko trägt, dass der Emittent des Wertpapiers zahlungsunfähig wird und somit keine Rückzahlung des investierten Kapitals erfolgt).
Bei einem festverzinslichen Wertpapier wird der Anleger nur Gläubiger des Emittenten und hat Anspruch auf die Zahlung von Zinsen sowie Rückzahlung des investierten Kapitals.
Bei dem Kauf von Aktien dagegen wird der Investor Miteigentümer des herausgebenden Unternehmens. Als Miteigentümer hat der Anleger somit nicht nur Anrecht auf Dividendenzahlungen, sondern auch ein Mitspracherecht bei Unternehmensentscheidungen, das er auf der Hauptversammlung ausüben kann.
